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Panik ist nicht nur Erdbeben. Psychische Belastungen und wie Betriebe damit umgehen.

Interview mit Prof. Dr. G. Günter Voß & Dr. Carolyn Koch-Falkenberg
Interview mit Prof. Dr. G. Günter Voß & Dr. Carolyn Koch-Falkenberg

Carolyn Koch-Falkenberg: Günter, ich danke dir, dass du dir heute die Zeit für mich und meine Fragen nimmst. Wie du weißt, darf ich mit meinen Kolleg*innen von projecDo jeden Tag gemeinsam mit unseren großartigen Kund*innen daran arbeiten, die Arbeitssituation in den Unternehmen in Chemnitz und Sachsen noch gesünder zu gestalten.

 

Fragen, mit denen die Kund*innen aktuell speziell auf mich zukommen, sind Wünsche zu Impulsen oder Seminaren zu den Themen Resilienz, mentale Stärke, Achtsamkeit, wie führe ich meine Mitarbeiter*innen im Homeoffice, wie schaffe ich es, den Kontakt zu meinen Kolleg*innen und meinem Team nicht abreißen zu lassen?

 

Auch das Thema Selbst- und Teamfürsorge für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte ist aktuell relevant und stark gefragt: Was können Führungskräfte tun, um auf ihre eigene Gesundheit aber auch jene ihrer Mitarbeiter*innen zu achten – unter den aktuellen Rahmenbedingungen, die von einer doch rasanten digitalen Transformation, von unterschiedlichsten Einschränkungen und Veränderungen infolge der Pandemie durch das Coronavirus geprägt sind. Wie nimmst du die aktuelle Situation und die Veränderungen der Arbeitswelt wahr – wie erlebst du es? Wohin, denkst du, entwickeln wir uns gerade?

Günter Voß: Ich beschäftige mich schon länger mit diesen Themen – wie verändert sich die Arbeit. Wenn du dich an unser Projekt an der TU Chemnitz im Auftrag der BAuA (Anmerkung CKF: BAuA steht für Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Das angesprochene Projekt lief von 2012 bis 2014 unter dem Titel ‚PULs – professioneller Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck‘) erinnerst, ist es relativ spät erst hochgekocht – ins Leben aber auch die Öffentlichkeit, dass es wahrscheinlich schon relativ lange massive Belastungen der Beschäftigten gibt.

 

Das Spektrum, was man als Belastung angesehen hat, ist systematisch ausgeweitet worden. Jetzt bemerkte man, dass es neben den bisher berücksichtigten Belastungen, die dem klassischen Arbeitsschutz zuzuordnen sind, etwa durch Giftstoffe, das Heben schwerer Gegenstände, ungünstige Beleuchtung, psychische Belastungen, mentale Belastungen, kognitive Belastungen gibt. In unserer Studie haben wir gemerkt, das war bis dahin überhaupt kein Thema. Wir waren damals 2011/ 2012 mit die Ersten, die das überhaupt angestoßen haben. Wir merkten auch die Widerstände – wo auch immer. Ob mit den Arbeitswissenschaftlern, mit den wir redeten oder mit den Arbeitsmedizinern oder den Arbeitspsychologen.

 

Das Thema war schon immer da, wurde aber untergebügelt. Das muss man so deutlich sagen. Wer hat sich schon getraut, im Betrieb zu sagen, dass er emotional belastet ist. Das hat kaum jemand gesagt. Und auf einmal war das Thema da. Ziemlich plötzlich – und es ist klar, als Arbeitssoziologe, der sich mit Arbeitsveränderungen beschäftigt, hat das etwas mit dem strukturellen Wandel von Arbeitsverhältnissen zu tun. Also schon die technische Veränderung aber auch, wie Arbeit gesteuert wird.

 

Das, was wir in der Soziologie Entgrenzung nennen: bestimmte Strukturen, die bisher klar geregelt waren. Also typisches Beispiel ist die Arbeitszeit: es war klar, wann die Arbeit anfängt und wann sie zu Ende war. Da gab es so alberne Sachen, wie Dienstschluss (lächelt mit einem Augenzwinkern). Ein paar Jahre später wurde man ausgelacht, wenn man das gesagt hat. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als man gar nicht über Arbeitszeit geredet hat. Einfach, weil es geregelt war im Arbeitszeitgesetz und der etablierten Praxis von Unternehmen. Und dann brach auch das Arbeitszeitgesetz in sich zusammen. Und dann musste alles neu montiert und vor allem flexibilisiert werden. Eigentlich sind wir immer noch mittendrin. Es ist immer noch nicht eindeutig geregelt.

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als man gar nicht über Arbeitszeit geredet hat. Einfach, weil es geregelt war im Arbeitszeitgesetz und der etablierten Praxis von Unternehmen.

Carolyn Koch-Falkenberg: Die Frage ist ja, kann man das überhaupt noch eindeutig regeln?

Günter Voß: Ganz genau. Also solche Sachen brachen auf: zeitlich aber auch örtlich oder räumlich. Auf einmal war klar: das Arbeiten an verschiedenen Orten war auf einmal eine systematische Anforderung, für die Betreibe und vor allem auch die Arbeitenden selbst. Also ‚on-the-road‘ zu sein, working everywhere. Das ist nicht nur der Auslieferer, sondern auch die Führungskraft, die mit der Bahn oder dem Flieger unterwegs ist. Dann fallen Bahn oder Flieger aus und dann sitzt die Führungskraft, wo auch immer in der Welt, und dann muss er oder sie trotzdem arbeiten. Und Vieles andere auch. Ich lasse das mal im Detail ohne nähere Erklärungen.

 

Und dies geht mit ganz neuen Anforderungen an die Arbeitskräfte einher. Latent war das immer schon da. Aber nun wird es expliziter. Die Menschen haben die damit verbundenen Belastungen gespürt und haben sie auch manchmal artikuliert, wurden nicht selten auch wirklich krank. Die Versicherungen brachten auf einmal – das ist relativ spät erst passiert – Zahlen dazu. Man hat es ihnen lange Zeit nicht geglaubt. Sie haben es manchmal selbst nicht geglaubt, was da aufbricht: drastische Zunahmen von psychischen Symptomatiken aller Art. Und dann kamen viele Leute, die ich auch gut kenne, auf einmal um die Ecke mit Panikattacken, diffusen Angststörungen usw.

 

Früher dachte ich, Panik ist etwas, nur wenn Erdbeben ist oder man einen Unfall erlebt. Nein, Panik tritt immer häufiger auf und in ganz normalen Arbeitssituationen. Auch ich habe so etwas erlebt, phasenweise und wusste erst gar nicht, was das ist. Ich war nur fürchterlich geschockt, dass mich das mitten in Vorträgen erwischt hat. Ich musste dann erst über befreundete Leute erfahren, dass das Panikattacken sind – und musste dann lernen, wie man damit umgehen kann und dass das ein Krankheitsbild ist. Derartige psychische Symptomatiken  sind weit verbreitet, das merkte man immer häufiger, wenn man mit Menschen fast überall redet. Über die anderen psychischen Belastungen und Erkrankungen möchte ich jetzt gar nicht sprechen.

 

Das hat die Landschaft der Belastungen auf Seiten der Arbeitskräfte massiv verändert. Die kamen mit anderen Beschwerden zunehmend in den Betrieb auf, wenn sich Betroffene getraut haben darüber zu berichten. Mindestens liefen sie aber zuerst bei den Krankenkassen und den Ärzten auf, oft mit bis dahin wenig beachteten Symptomatiken. Die Zahlen dazu gingen alle regelrecht durch die Decke und wurden dann auch in der Öffentlichkeit registriert.

 

Betriebe fingen dann auf einmal auch an, mühsam – lange Zeit haben sie das geleugnet – das auch bei sich zu registrieren. Entweder, weil sie aufmerksamer geworden sind, oder, wie wir es in unserer gemeinsamen Studie erlebten, spätestens, wenn wirklich wichtige Arbeitskräfte ausfallen oder nicht mehr konnten, kognitiv, emotional, körperlich. Spätestens das war dann ein Alarmzeichen für die Betriebe dafür, dass sie sich darum kümmern müssen. Das ist grob gesagt die Landschaft seit einiger Zeit zu diesem Thema und wir befinden uns nach wie vor mittendrin.

 

Und ich springe nur kurz als Andeutung in die aktuelle Pandemie: in meinen Augen ist das, was da passiert jetzt weithin einschließlich Homeoffice, zwar eine besondere Situation, es setzt aber die angedeutete Entwicklung in Manchem einfach fort – aber mit neuen Symptomen und mit neuen merkwürdigen Kombinationen von Erkrankungen, die auch die Medizin nicht selten verstört. Die Arbeitskräfte tauchen dabei in neuer Art und Weise beim Hausarzt auf oder, wenn sie Glück haben, beim Gesundheitsbeauftragten oder dem Betriebsarzt des Unternehmens. Wenn sie noch mehr Glück haben, können sie mit ihrem Vorgesetzten darüber reden. Was früher nicht ging und auch heute noch eher selten ist. Inzwischen geht das teilweise – je nachdem, wo wir uns befinden. Es gibt Unternehmen, die da inzwischen sehr hellhörig sind und versuchen, positiv zu reagieren. Es gibt aber immer noch – glaube ich – viele Betriebe, die einfach rigoros abblocken. Weil sie Angst davor haben, weil sie nicht wissen, welche Folgen das hat, wie sie damit umgehen sollen, Führungskräfte auf fast allen Ebenen. Das ist die Situation.

Arbeitszeit Zeitdruck Leistungsdruck

Carolyn Koch-Falkenberg: Wie wird sich das Ganze weiterentwickeln?

Günter Voß: Ich weiß nicht, wo es hingeht. Ich kann nur versuchen, eine grobe Einschätzung vorzunehmen. Kurz: Es wird sich zeigen, weil es sich dann nicht mehr völlig ignorieren lässt. Was ich jetzt gerade beschrieben habe, neue Formen oder neu aufbrechende Formen von Belastungen, Beanspruchungen, all das hat zwei Seiten: Auf der einen Seite sind es die Betroffenen selbst, sofern sie es überhaupt wahrnehmen und die Belastungen nicht einfach mit sich herumschleppen. Und dabei gibt es große Unterschiede, wie etwa Männer und Frauen sowie verschiedene Alters- und Qualifikationsgruppen damit umgehen.

 

Auf der anderen Seite sind es die Betriebe, denen das derart auf die Füße fällt, dass sie reagieren müssen. Eine aktuelle Studie zu betrieblichen Gesundheitsstrategien (von Cornelia Weiß (2021). Selbst sorgen. Wie Betriebe und entgrenzt Beschäftigte (psychische) Gesundheit erhalten. Dissertation, Universität Duisburg-Essen) zeigt: es gibt, wie schon gesagt, nach wie vor Betriebe, die es einfach leugnen. Es gibt aber auch Unternehmen, die haben das Problem registriert, weil es im alltäglichen Prozess massive Probleme macht. Weil es z. B. Arbeitskräfte betrifft, die Verkehrsmittel oder komplexe Anlagen betreiben. Wenn diese nicht mehr arbeitsfähig sind, dann hat das Unternehmen ein sehr teures Problem. Etwa, wenn ein Unfall passiert, Personen traumatisiert werden, sie nicht mehr arbeitsfähig sind. Spätestens dann muss sich das Unternehmen etwas dazu einfallen lassen, wie sie damit umgehen, weil wichtige Arbeitskräfte ausfallen.

 

Aber viele Betriebe erleben das nicht so offen und dramatisch, sondern schleichend, was faktisch fast noch gefährlicher ist. Entweder sie leugnen das oder schieben die Verantwortung ab – nach wie vor findet man das. Das finde ich in jeder Hinsicht verantwortungslos. Dann gibt es zwei Strategien des Umgangs damit – sehr vereinfacht dargestellt: die einen Betriebe haben ein patriarchales Verhältnis „ja wir kümmern uns darum, dann bieten wir euch einen Kurs an, dann gibt es mal zwei Wochenenden, dann reißen wir uns alle mal zusammen“ – und das war es dann aber auch. Du hörst meine Ironie. Und jeder, der sich damit ein bisschen beschäftigt, weiß, dass das nicht die Lösung sein kann.

 

Und die andere Strategie von Betrieben ist zu sagen: „ja, das kommt vor, da müssen sich die Leute selbst, die Betroffenen drum kümmern, oft sind ja auch private Probleme dahinter“. „Die können gern mal einen Kurs besuchen, aber teuer darf er nicht sein, mehr als zwei Tage machen wir nicht und ein Jahr später bekommt er noch einmal einen Tag und das zahlt dann die Krankenkasse, besser für den Betrieb.“

 

Das Problem wird zurück gespiegelt an die Arbeitskräfte – die Ursachen und die Lösungen. Die müssen schauen, dass sie einfach ihre Arbeitsfähigkeit erhalten, sind ja ihre Sorgen. Psychisch hin oder her. Früher mussten sie gucken, dass sie gerade am Schreibtisch sitzen und keine Rückenprobleme bekommen, jetzt müssen sie gucken, dass sie ihre Panikattacken in den Griff bekommen. Sie können dann gern noch ein Buch spendiert bekommen, wo man dann nachlesen kann, wie das geht. Und fast jeder weiß, dass das nicht funktioniert. Die Betriebe versuchen das entweder patriarchal mit so ein bisschen mehr oder weniger liebevollen Strategien zu behandeln oder eben indem sie sagen: „ja, das Problem haben wir, aber lösen tun wir es nicht, müsst ihr selber machen.“

 

Zunehmend sind mir dann Leute aus dem persönlichen Umkreis wie in Betrieben begegnet, die einfach von heute auf morgen – hochkarätige, qualitätsvolle Arbeitskräfte – ausfallen. Vorher perfekt funktioniert und auf einmal geht nichts mehr. Es geht einfach nichts mehr. Sie sind Beispiele dafür, wo eben dann klar ist: „Du musst etwas ändern. Das wird gefährlich, wenn du das so weitermachst“. Ich kenne Leute, die aus aller Not gekündigt haben, sich einen neuen Betrieb oder sogar einen neuen Beruf gesucht haben, vielleicht auf Anraten ihres Therapeuten. Während sie vorher in Managementtätigkeiten tätig waren, lernen sie einen Handwerksberuf. Etwas mit den Händen heißt es dann oft und nicht Wenige sind echt erleichtert. Wo man aber vielleicht auch merkt, es könnte auch besser gehen. Ich bin mir da nicht immer so sicher. Aber es ist ein Weg, wie man, vielleicht auch mit therapeutischer Hilfe, lernen kann, mit solchen Belastungen umzugehen, die einfach nicht mehr weggehen oder auch immer schlimmer werden. Ich will das jetzt aber nicht überdramatisieren. Aber ich kenne wirklich viele Fälle von Leuten, die im Vertrauen auf einmal anfangen zu erzählen.

Sie haben es manchmal selbst nicht geglaubt, was da aufbricht: drastische Zunahmen von psychischen Symptomatiken aller Art.

Carolyn Koch-Falkenberg: Wie schätzt du es ein, ist das Normalität? Wie häufig sind solche Fälle?

Günter Voß: Es ist jetzt nicht so, dass überall Arbeitskräfte permanent schwer psychisch erkrankt sind. Aber es sind Viele. Oder zumindest taucht das jetzt auf und es ist explizit ein Thema für alle Beteiligten. Und die Betriebe können nicht mehr einfach die Augen davor verschließen, weil es in der Arbeitssituation tagtäglich aufbricht. Da müssen sie etwas tun. Das Beste wäre, wenn man sich systematisch darum kümmert. Doch das tun bisher die wenigsten Unternehmen, soweit ich weiß.

Carolyn Koch-Falkenberg: Mit diesem Statement sprichst du mir aus dem Herzen. Ich persönlich finde jeden noch so kleinen Gesundheitsimpuls für die Beschäftigten, die Unternehmen ermöglichen wichtig und wertvoll. Oftmals genügt dies bei Weitem nicht, da stimme ich dir absolut zu.

 

Ich verstehe auch die Perspektive der Betriebe. Dennoch beobachte ich aktuell einen positiven Trend und spüre ein Interesse, Offenheit und auch Mut bei einzelnen Führungskräften und Unternehmen in der Region, d. h. Chemnitz und Umgebung, also auch der Erzgebirgskreis. Ich habe den Eindruck, dass die Bereitschaft zu systematischen und ganzheitlichen BGM-Maßnahmen steigt, was mich unheimlich freut. Aktuell darf ich mit meiner Kollegin jede Woche mehrmals ASiAs, also Arbeitssituationsanalysen, in verschiedenen Unternehmen durchführen, auch psychische Gefährdungsanalysen. Und bisher nahmen die Mitarbeiter*innen und Führungskräfte diese Gelegenheit großartig wahr, sprachen sich sachlich und konstruktiv zu ihren Belastungen, auch und ganz besonders zu psychischen Belastungen aus.

 

Günter, ich danke dir von Herzen für deine Zeit und die kompetenten und anregenden Impulse. Im zweiten Teil unseres Interviews geht es dann intensiv um das Thema Homeoffice, speziell unter den aktuellen Pandemiebedingungen, und Vieles, was damit in Zusammenhang steht.

Günter Voß: Sehr gern und auch ich danke dir. Jetzt schon einmal eine These von mir: Homeoffice setzt diese Entwicklung einfach forciert, in veränderten Umständen fort. Es ist nicht etwas völlig Neues, aber es ist etwas Verschärftes und es wird nicht weggehen, das Homeoffice und die Probleme. 

Der zweite Teil des Interviews folgt im Oktober 2021.  


Dr. Carolyn Koch Falkenberg projecdo

Die Autorin:

Dr. Carolyn Koch-Falkenberg ist Trainerin und Coach für Themen rund um das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und sie empfindet es als Privileg Mitarbeitende, Führungskräfte und Organisationen in unterschiedlichster Form dabei zu begleiten, gesund zu bleiben oder es wieder zu werden.


Prof. Dr. G. Günter Voß

Der Interviewpartner:

Zu Günter Voß’ Forschungsschwerpunkten zählen Beruf und Bildung, Arbeit und Leben, Subjektorientierte Soziologie, Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit … und ihre psychosozialen Folgen, Wandel der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft, Robotik, Algorithmik und Künstliche Intelligenz, sowie qualitative Methoden der Sozialforschung (insbesondere Intensivinterviews, visuelle Methoden und Beobachtung).

 

Aktuelle und zentrale Veröffentlichungen von G. Günter Voß als Autor/Mitautor sind:

  • Lebensführung als Arbeit. München, Augsburg: R. Hampp 2021 (erweiterte Neuausgabe) ISBN 978-3-95710-286-7.
  • Der arbeitende Nutzer. Über den Rohstoff des Überwachungskapitalismus. Frankfurt a. M., New York: Campus 2020, ISBN 978-3-59351237-2.
  • Arbeitende Roboter – Arbeitende Menschen. Über subjektivierte Maschinen und menschliche Subjekte. In: Alexander Friedrich et al (Hg.): Arbeit und Spiel. Jahrbuch Technikphilosophie 2018. Baden-Baden: Nomos 2018, ISBN 978-3-8487-42790, S. 139–180.
  • Professioneller Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck. Baden-Baden: Nomos/edition sigma 2016, ISBN 978-3-8487-2944-9 (zusammen mit Christoph Handrich, Carolyn Koch-Falkenberg).
  • Conduct of Everyday Life in Subject-Oriented Sociology: Concept and Empirical Research. In: Ernst Schraube, Charlotte Højholt (eds.): Psychology and the conduct of everyday life. London: Routledge 2015, pps. 34–64 (zusammen mit Karin Jurczyk, Margit Weihrich).
  • Unternehmen im Web 2.0. Zur strategischen Integration von Konsumentenleistungen durch Social Media. Frankfurt a. M., New York: Campus 2012, ISBN 978-3-593-39772-6 (zusammen mit Frank Kleemann, Christian Eismann, Tabea Beyreuther, Sabine Hornung, Kathrin Duske).
  • Entgrenzte Arbeit – entgrenzte Familie. Grenzmanagement im Alltag als Herausforderung. Berlin: edition sigma 2009, ISBN 978-3-8360-8700-1 (zusammen mit Karin Jurczyk, Michaela Schier, Andreas Lange, Peggy Szymenderski).
  • Der Arbeitende Kunde. Wenn Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern werden. Frankfurt a. M., New York: Campus 2005, ISBN 3-593-37890-6 (zusammen mit Kerstin Rieder).
  • Arbeitskraftunternehmer. Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen. Berlin: edition sigma 2003, ISBN 3-89404-978-2 (zusammen mit Hans, J. Pongratz).
  • Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit, In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Bd. 31 (1998), Heft 3, S. 473–487.
  • Der Arbeitskraftunternehmer. Eine neue Grundform der Ware Arbeitskraft? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Bd. 50 (1998), Heft 1, S. 131–158 (zusammen mit Hans J. Pongratz).

Link zur Homepage von G. Günter Voß: https://ggv-webinfo.de/


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